Beratzhausen. „Von der Wiener Klassik zum Wiener Walzer“ war der Titel des Konzertes des Bamberger Streichquartetts im bis auf den letzten Platz besetzten Bürgersaal des Zehentstadels. Das kundige Publikum feierte die „Bamberger“, wie sie in Beratzhausen kurz genannt werden, schon vor der Pause für die “Salzburger Sinfonie” von W. A. Mozart und für Beethovens Streichquartett c-Moll op.18 Nr.4. Danach folgten Ländler, Polkas und Walzer von Schubert, Lanner und Strauss. Hier wurde das Quartett von Jan Rosenkranz am Kontrabass verstärkt. Am Ende zauberten die Vollblutmusiker die Wiener Symphoniker in den Zehentstadel bis hin zum beim Wiener Neujahrskonzert obligatorischen Radetzky-Marsch, den die Zuhörer mit dem vertrauten rhythmischen Klatschen begleiteten. Ein besonderes Erlebnis waren wieder die besonderen Hinführungen zu den Werken durch den Chef Karlheinz Busch, der es versteht humorvoll und authentisch Musikgeschichte zu vermitteln. Dies ist wohl eines der Geheimnisse, warum die „Bamberger“ in Beratzhausen seit 1988 erfolgreich auftreten. In diesem Jahr organisierte das Kuratorium Europäische Kulturarbeit zum ersten Mal dieses beliebte Konzert in der Nachfolge des aufgelösten Kulturvereins. Michael Eibl, Vorsitzender des Kuratoriums, bedankte sich bei Regina Hammerl, Angelika Höllriegl und Thomas Reindl für ihre ehrenamtliche Arbeit, die von Ingrid Mandl und Herbert Fenkl unterstützt wurden. „Damit sind auch Mitlieder des ehemaligen Kulturverein weiter beteiligt!“
Fotos: Michael Eibl
Das Bamberger Streichquartett mit Jan Rosenkranz
Karlheinz Busch erläutert die Geschichte der Werke mit Leidenschaft